Immer mehr H1N1-Erkrankungen in Deutschland dennoch entfällt Meldepflicht

Immer mehr H1N1-Erkrankungen in Deutschland dennoch entfällt die Ärztliche Meldepflicht an Gesundheitsämter. Ärzte müssen H1N1-Infektionen an Gesundheitsämter nur noch informieren, wenn Labornachweise vorliegen. Trotz der steigenden Zahl von Schweinegrippe-Infektionen wollen sich viele Deutsche weiterhin nicht impfen lassen.

Wegen der Ausbreitung der Schweinegrippe müssen Ärzte ab dem 14.11 in vielen Fällen die Krankheit nicht mehr an die Behörden melden. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte, dass nur noch Labornachweise gemeldet werden müssen. Ärzte müssen die Gesundheitsämter damit nicht mehr über Verdachtsfälle und Grippekranke ohne Labornachweis informieren.

Den Gesundheitsämtern müssen aber weiterhin Todesfälle gemeldet werden, die in Verbindung mit der Schweinegrippe stehen. Die Ärzte sollen damit von zu hoch anfallenden Verwaltungsarbeit entlastet werden. Einem Sprecher des Gesundheitsministeriums zufolge reichen die Labormeldungen und das bestehende Überwachungssystem aus, um die Ausbreitung der Krankheit zu beobachten. Das Ministerium bestätigte damit einen Bericht des "Westfalen-Blattes".

Eine Sprecherin des Robert-Koch-Institutes, sagte darüber hinaus, der "Neuen Osnabrücker Zeitung", bisher sei nur bei einem Teil der gemeldeten Fälle die Grippe von einem Labor nachgewiesen worden. Viele Ärzte stellten die Diagnose häufig nur anhand von Symptomen. Davon muss man leider ausgehen. Das handhabt jeder Arzt jetzt unterschiedlich. Dabei spiele auch die Frage der Vergütung eine Rolle, sagte sie.

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